Die Kurzfassung: zwei Termine für den Formschnitt, Winter für den Rückschnitt
- Erster Formschnitt: Ende Juni – nach dem Haupttrieb (Johannistrieb). Die Hecke bleibt den Sommer über in Form.
- Zweiter Formschnitt: Ende August bis Mitte September – korrigiert den Sommerzuwachs; danach kann die Hecke bis zum Frost ausreifen.
- Starker Rückschnitt: Oktober bis Ende Februar – in der Vegetationsruhe und ausserhalb der Brutzeit.
Nicht schneiden bei Frost, praller Mittagssonne oder in der Hitzewelle: Frisch angeschnittene Blätter verbrennen, immergrüne Hecken bekommen braune Ränder.
Vogelschutz und Brutzeit: was in der Schweiz gilt
Von März bis Ende Juli brüten Amseln, Grasmücken, Rotkehlchen und viele weitere Arten in Hecken. Das eidgenössische Natur- und Heimatschutzgesetz und die Jagdgesetzgebung schützen brütende Vögel und ihre Nester; die Kantone konkretisieren das – vielerorts ist das Roden und der radikale Rückschnitt von Hecken in der Brutzeit ausdrücklich verboten. Ein leichter Pflegeschnitt ist zulässig, wenn vorher kontrolliert wurde, dass keine Nester betroffen sind. Wir prüfen jede Hecke vor dem Sommerschnitt und dokumentieren die Kontrolle.
Zeitpunkt nach Heckenart
| Heckenpflanze | Formschnitt | Rückschnitt ins alte Holz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Hainbuche, Feldahorn, Liguster | Juni + August | Februar / März | Sehr schnittverträglich, treiben aus altem Holz aus |
| Buchs | Juni, ev. August | Frühjahr | Auf Buchsbaumzünsler kontrollieren – oft Ersatz sinnvoll |
| Eibe | Juni + August | Februar / März | Treibt auch aus altem Holz – ideal für Verjüngung |
| Thuja, Scheinzypresse | Juni + August | nicht möglich | Kein Austrieb aus altem Holz: nur im grünen Bereich schneiden |
| Kirschlorbeer | Juni + August | Frühjahr | Invasiver Neophyt – seit 2024 Verkaufsverbot, Ersatz empfohlen |
| Blütenhecken (Forsythie, Weigelie) | direkt nach der Blüte | alle 3–4 Jahre auslichten | Nicht im Winter schneiden, sonst fällt die Blüte aus |
| Wildhecke (einheimisch) | abschnittsweise alle 2–3 Jahre | Oktober bis Februar | Ökologisch wertvoll, gestaffelt pflegen |
Richtig schneiden: die Trapezform
Eine Hecke sollte unten breiter sein als oben – leicht trapezförmig. So bekommen auch die unteren Zweige Licht, die Hecke bleibt bis zum Boden dicht und kahlt nicht von unten her aus. Bei jedem Formschnitt nehmen wir den Neuzuwachs bis auf wenige Zentimeter zurück; so bleibt die Hecke jahrelang in derselben Grösse. Wer nur «ein bisschen» schneidet, hat nach fünf Jahren eine Hecke, die einen Meter breiter ist als geplant.
Überalterte Hecken verjüngen
Zu hoch, zu breit, unten kahl? Laubhecken und Eiben lassen sich radikal verjüngen – am besten gestaffelt über zwei bis drei Winter: erst eine Seite, dann die andere, zuletzt die Höhe. So bleibt der Sichtschutz erhalten, und die Pflanzen erholen sich. Thuja und andere Koniferen vertragen das nicht; hier bleibt nur die Neupflanzung – und die ist oft die bessere Lösung, mit robusten Arten wie Hainbuche, Eibe oder einer einheimischen Wildhecke.
Heckenschnitt mit Termin und Entsorgung
Wir schneiden Ihre Hecken zum richtigen Zeitpunkt, kontrollieren auf Nester, halten Grenzabstände und Lichtraumprofil ein – und nehmen das Schnittgut mit.
Zur Leistung HeckenschnittGrenzabstand, Höhe, Lichtraumprofil
Die Kantone regeln in ihren Einführungsgesetzen zum Zivilgesetzbuch, wie nahe an der Grenze Hecken stehen dürfen und wie hoch sie sein dürfen – die Zahlen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Entlang von Strassen und Trottoirs schreiben die Gemeinden ein Lichtraumprofil vor: Hecken dürfen nicht in den Verkehrsraum ragen, Sichtweiten an Ausfahrten müssen frei bleiben. Viele Gemeinden mahnen jährlich und büssen, wenn nicht geschnitten wird. Im Pflegevertrag halten wir diese Vorgaben fest, damit Verwaltungen auf der sicheren Seite sind.