Wovon die Kosten für Gartenunterhalt abhängen
Es gibt keinen Quadratmeterpreis für Gartenpflege – und wer Ihnen einen nennt, ohne das Objekt gesehen zu haben, rät. Die Kosten hängen von fünf Faktoren ab:
- Fläche und Bestand: 300 m² Rasen sind schnell gemäht. 300 m² Staudenrabatte brauchen ein Vielfaches an Zeit. Hecken werden pro Laufmeter und Höhe gerechnet, Bäume einzeln.
- Pflegeniveau: Repräsentativer Firmensitz mit wöchentlichem Mähen und Wechselflor – oder Wohnliegenschaft mit solidem Grundunterhalt? Das Qualitätsniveau bestimmt die Intervalle.
- Zugänglichkeit: Innenhof ohne Zufahrt, steile Böschung, Tiefgaragendecke – alles, was Maschineneinsatz erschwert, kostet Handarbeit.
- Entsorgung: Schnittgut, Laub und Neophyten müssen abgeführt werden. Bei grossen Heckenmengen ist das ein spürbarer Posten.
- Zustand bei Übernahme: Ein vernachlässigtes Objekt braucht im ersten Jahr eine Sanierung (Rückschnitt, Rasenregeneration, Rabatten räumen), bevor der normale Unterhalt beginnt.
Richtwerte: Stundenansätze und Einzelleistungen
Die folgenden Werte sind unverbindliche Richtgrössen für die Deutschschweiz (exkl. MWST), wie sie in Offerten üblich sind. Ihr konkreter Preis ergibt sich aus der Objektbesichtigung.
| Leistung | Richtwert | Bemerkung |
|---|---|---|
| Stundenansatz Gärtner:in EFZ | CHF 80–110 / h | Hilfskraft günstiger, Vorarbeiter:in teurer |
| Rasenmähen inkl. Kanten | CHF 0.20–0.45 / m² und Schnitt | Kleinflächen und Handarbeit am oberen Rand |
| Vertikutieren, Düngen, Nachsaat | CHF 2–5 / m² | Frühjahrsregeneration, einmal jährlich |
| Heckenschnitt bis 2 m Höhe | CHF 8–18 / Laufmeter und Schnitt | inkl. Entsorgung; hohe Hecken mit Bühne deutlich mehr |
| Rabattenpflege (Jäten, Mulchen) | CHF 3–8 / m² und Durchgang | abhängig von Pflanzdichte und Unkrautdruck |
| Pflästerung Verbundstein inkl. Unterbau | CHF 120–220 / m² | Natursteinplatten deutlich höher |
| Zaun Doppelstabmatte inkl. Fundamente | CHF 150–300 / Laufmeter | je nach Höhe; Holzzaun ähnlich, Sichtschutz höher |
| Laubentfernung Herbst | nach Aufwand | meist 2–4 Durchgänge, in Pauschale integrierbar |
Jahrespauschalen: was Verwaltungen budgetieren können
Für Immobilienverwaltungen ist die Jahrespauschale das Standardmodell: fixer Betrag, definierte Leistungen, monatliche oder quartalsweise Rechnung – sauber auf die Nebenkosten umlegbar. Typische Grössenordnungen:
- Mehrfamilienhaus, 400–800 m² Umgebung (Rasen, Hecken, Rabatten, Laub): rund CHF 3'000–7'000 pro Jahr
- Wohnüberbauung, 2'000–5'000 m² mit Spielplatz und Baumbestand: rund CHF 10'000–25'000 pro Jahr
- Firmenareal mit repräsentativem Eingang, 1'000–3'000 m²: rund CHF 8'000–20'000 pro Jahr, je nach Anspruch
- Einfamilienhaus-Garten, 300–600 m²: rund CHF 2'500–6'000 pro Jahr im Abo
Diese Spannen sind bewusst breit – ein Objekt mit 60 Laufmetern Thuja und zwölf Bäumen kostet anders als eines mit einer Rasenfläche und drei Sträuchern. Nach der Besichtigung erhalten Sie von uns einen fixen Preis.
Fixe Offerte statt Schätzung
Wir besichtigen Ihr Objekt kostenlos, erfassen Bestand und Zustand und erstellen ein Pflegekonzept mit Jahrespauschale – transparent und ohne versteckte Zuschläge.
Offerte anfragenPauschale, Einzelauftrag oder Kombi – was lohnt sich?
Jahrespauschale
Lohnt sich für alle Objekte mit regelmässigem Pflegebedarf. Vorteile: Budgetsicherheit, kein Koordinationsaufwand, Pflege zum fachlich richtigen Zeitpunkt. Die Pauschale ist in der Summe meist günstiger als Einzelaufträge, weil Touren effizient geplant werden können.
Einzelaufträge
Sinnvoll für punktuelle Arbeiten: Heckenschnitt zweimal jährlich, ein neuer Zaun, eine Rasensanierung. Sie zahlen nur, was bestellt wurde – aber jeder Auftrag hat Anfahrt und Rüstzeit.
Kombi Sommer + Winter
Wer Gartenunterhalt und Winterdienst beim selben Anbieter hat, spart doppelt: Kombirabatt und nur ein Ansprechpartner. Für Areale, die ganzjährig sicher und gepflegt sein müssen, das wirtschaftlichste Modell.
Fünf Wege, Kosten zu senken – ohne Qualitätsverlust
- Pflegeleicht umgestalten: Offene Rabatten mit Rindenmulch sind Unkrautfabriken. Dichte Stauden- und Bodendeckerpflanzungen kosten einmal, sparen dann jedes Jahr Jätstunden.
- Extensiv, wo niemand hinschaut: Böschungen und Nebenflächen als Wiese mit zwei Schnitten statt als Rasen mit zwanzig.
- Hecken richtig wählen: Thuja und Kirschlorbeer brauchen viel Schnitt und sind problematisch. Hainbuche oder Eibe sind robuster und günstiger im Unterhalt.
- Beläge sanieren statt neu bauen: Abgesackte Verbundsteine oder kippelnde Platten lassen sich meist mit dem vorhandenen Material neu setzen – ein Bruchteil der Kosten eines Neuaufbaus.
- Mehrere Objekte bündeln: Verwaltungen mit mehreren Liegenschaften in einer Region profitieren von Tourenrabatten.